
Johannes Schenk: Suonate Per Violino E Violone O Cimbalo Op. 7 - Vol. 1 Ensemble Castor
Album Info
Album Veröffentlichung:
2025
HRA-Veröffentlichung:
04.04.2025
Label: Challenge Classics
Genre: Classical
Subgenre: Chamber Music
Interpret: Ensemble Castor
Komponist: Johannes Schenk (1660-1712)
Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)
- Johannes Schenk (1660 - 1712): Sonatina II:
- 1 Schenk: Sonatina II: I. Adagio - Allegro - Adagio 02:21
- 2 Schenk: Sonatina II: II. Adagio 00:49
- 3 Schenk: Sonatina II: III. Gigue. Allegro 01:51
- 4 Schenk: Sonatina II: IV. Allemande 02:11
- 5 Schenk: Sonatina II: V. Courante 01:40
- 6 Schenk: Sonatina II: VI. Sarabande. Adagio 01:48
- 7 Schenk: Sonatina II: VII. Gigue 01:32
- Prelude in stile francese IX:
- 8 Schenk: Prelude in stile francese IX: I. Vivace 00:36
- 9 Schenk: Prelude in stile francese IX: II. Allemande 02:12
- 10 Schenk: Prelude in stile francese IX: III. Courante. Vivace 01:29
- 11 Schenk: Prelude in stile francese IX: IV. Sarabande 01:55
- 12 Schenk: Prelude in stile francese IX: V. Gigue 01:31
- 13 Schenk: Prelude in stile francese IX: VI. Rondeau 00:58
- Capriccio XVII:
- 14 Schenk: Capriccio XVII: I. Vivace - Adagio - Allegro 02:13
- Sinfonia III:
- 15 Schenk: Sinfonia III: I. Adagio 01:37
- 16 Schenk: Sinfonia III: II. Allemande. Largo 02:35
- 17 Schenk: Sinfonia III: III. Courante 01:37
- 18 Schenk: Sinfonia III: IV. Sarabande. Adagio 02:47
- 19 Schenk: Sinfonia III: V. Gigue. Vivace 01:40
- Capriccio XIV:
- 20 Schenk: Capriccio XIV: I. Aria. Allegro – Adagio – Allegro – Adagio 02:29
- 21 Schenk: Capriccio XIV: II. Allemande 01:57
- 22 Schenk: Capriccio XIV: III. Courante 01:54
- 23 Schenk: Capriccio XIV: IV. Sarabande 02:52
- 24 Schenk: Capriccio XIV: V. Gigue 01:13
- 25 Schenk: Capriccio XIV: VI. Gigue 01:48
- Sonatina IV:
- 26 Schenk: Sonatina IV: I. Allegro - Adagio 00:49
- 27 Schenk: Sonatina IV: II. Allegro 00:57
- 28 Schenk: Sonatina IV: III. Aria. Adagio 01:31
- 29 Schenk: Sonatina IV: IV. Gigue. Allegro 01:23
- Fantasia XIII:
- 30 Schenk: Fantasia XIII: I. Adagio - Allegro - Adagio 03:15
- Capriccio VI:
- 31 Schenk: Capriccio VI 02:11
- Sonatina XV:
- 32 Schenk: Sonatina XV: I. Adagio 01:31
- 33 Schenk: Sonatina XV: II. Allemande 03:07
- 34 Schenk: Sonatina XV: III. Courante 02:03
- 35 Schenk: Sonatina XV: IV. Sarabande. Adagio 02:51
- 36 Schenk: Sonatina XV: V. Gigue 01:48
Info zu Johannes Schenk: Suonate Per Violino E Violone O Cimbalo Op. 7 - Vol. 1
Seit einiger Zeit erfreut sich Johannes Schenck als Komponist genialer und technisch anspruchsvoller Musik für Viola da Gamba wieder großer Beliebtheit, doch sein kompositorisches Schaffen auf anderen Gebieten ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Seine Instrumentalmusik, die heute allgemein anerkannt ist, wurde in der Tradition des Komponisten-Virtuosen fast ausschließlich für die Viola da Gamba komponiert.
Die einzige Ausnahme ist das undatierte Opus 7 aus dem Verlag Estienne Roger mit dem Titel „Suonate a Violino e Violone o Cimbalo“, das erstmals 1699 erschien. Die beiden einzelnen Stimmbücher der Veröffentlichung, eines für die Solovioline und das andere für die Bassbegleitung, enthalten insgesamt 18 nummerierte Stücke. Die Verwendung französischer Titel für die Tanzformen und der Titel „Prelude in stile francese“ deuten zunächst auf einen starken französischen Einfluss auf Schencks Op. 7 hin, ebenso wie die Tatsache, dass die Tanzsätze konsequent in der Reihenfolge Allemande, Courante, Sarabande, Gigue angeordnet sind, wie es für eine Suite in Frankreich zu dieser Zeit üblich war.
Tatsächlich aber mischt Schenck geschickt Suiten- und Sonatenform mit formal freien, fast improvisatorischen Sätzen oder ganzen Stücken im sogenannten Stylus phantasticus und schafft so eine gelungene Synthese aus Elementen des französischen, italienischen und niederländisch-norddeutschen Stils. Diese Experimentierfreude führt insgesamt zu einer beeindruckenden Formenvielfalt und großem Kontrastreichtum, der durch die kontrastierenden Charaktere der Sätze noch gesteigert wird, deren Spektrum von verspielten Tänzen bis hin zu elegischen langsamen Sätzen reicht.
Erich Traxler, Cembalo
Petra Samhaber-Eckhardt, Violine
Philipp Comploi, Violoncello
Johannes Ötzbrugger, Theorbe
Ensemble Castor
Erich Traxler
beschäftigt sich als Cembalist und Organist vor allem mit der Musik zwischen etwa 1600 und 1800. Sein Hauptaugenmerk bei der Interpretation liegt dabei auf der Ergründung des "Musikalischen Handwerks" als Basis für das Musikschaffen im Barockzeitalter sowie der unmittelbaren Sprachlichkeit in der Musik bis ins 19. Jahrhundert.
Seine Konzerttätigkeit umfasst Auftritte sowohl als Solist auf Cembalo und Orgel als auch als Kammermusiker mit verschiedenen Formationen (u. a. L'Orfeo Barockorchester, Ars Antiqua Austria, Accentus Austria, Venice Baroque Orchester, Ensemble Castor). Bisherige Tourneen führten ihn in die meisten Länder Europas sowie in die USA, Südamerika, Südafrika, Südkorea und Japan. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine Tätigkeit.
Erich Traxler erhielt seine musikalische Ausbildung in Linz und Wien u. a. bei Michael Radulescu, August Humer, Wolfgang Glüxam, Gordon Murray, Brett Leighton und Augusta Campagne. Ein postgraduales Studium führte ihn nach Basel an die Schola Cantorum Basiliensis, wo er wichtige Impulse von Musikern wie Andrea Marcon, Wolfgang Zerer, Jean-Claude Zehnder sowie Jesper Christensen bekam. Als Organist gewann er 1. Preise bei internationalen Wettbewerben für Orgel (Goldrain/I 2003, Bochum/ D 2005).
Von 2013 bis 2018 führte Erich Traxler eine Klasse für Cembalo an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK). Seit 2018 ist er als Professor für Cembalo an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw) tätig.
Das Ensemble Castor
das 2010 von österreichischen, international erfolgreichen Musikern, die sich auf alte Musik spezialisiert haben, gegründet wurde, widmet sich vor allem der Streicherkammermusik zwischen 1600 und 1750. Besonderes Interesses gilt dem italienischen Seicento, der Musik rund um Venedig im 18. Jahrhundert, sowie Raritäten aus dem oberösterreichischen und bayerischen Raum.
Musikalische Leiterin ist die Linzer Geigerin Petra Samhaber-Eckhardt.
Im Dezember 2014 erschien die erste CD „Discorsi Musicali“ mit Musik vom Münchner Hof, welche bereits mehrfach in den Medien und im Rundfunk große Beachtung fand. Auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Stargeiger Enrico Onofri, einer der weltweit führenden Barockgeigern, hat sich seit dem Jahr 2014 etabliert.
Mehrere Projekte gemeinsam mit international erfolgreichen Sängern wie Silvia FRIGATO, Mireille LEBEL, Ida ALDRIAN, Christina GANSCH, Günter HAUMER, Maria ERLACHER und Markus FORSTER führ(t)en Castor zu Kantaten des deutschen und italiensichen Barock sowie zu Bachs Kantatenwerk.
Das Ensemble Castor ist bereits bei zahlreichen internationalen Festivals (u.a. Donaufestwochen Strudengau, Brunnenthaler Konzertsommer, Internationale Barocktage Melk, Fränkischer Sommer, Festival St.Gallen, Salzkammergut Festwochen, Carinthischer Sommer) zu Gast. Des weiteren setzt sich Castor auch mit klassischer Musik auf dem Hammerklavier auseinander und durfte bereits auf einen erfolgreichen Konzertzyklus in der berühmten Klaviersammlung auf Schloss Kremsegg blicken. Im Februar 2017 spielte Castor dort eine CD mit Werken von Mozart und Haydn ein, welche im Mai bei SONY „deutsche harmonia mundi“ erschien und bereits viele exzellente Rezensionen erhielt.
2015 gewann das Ensemble Castor den Kulturpreis der Stadt Linz.
Zukünftige Projekte führen das Ensemble Castor nach Italien und Deutschland.
Immer wieder erhielt Ensemble Castor ausgezeichnete Kritiken („das junge oberösterreichische Eliteensemble bot fulminante Interpretationen…“, „Das Ensemble Castor erweckt alte Musik zu ganz neuem Leben“.)
Der Name des Ensembles bezieht sich auf das Sternenpaar Castor und Pollux, wobei Castor der zweithellste Stern im Sternbild des Zwillings ist. Rameaus gleichnamige Oper ist eines seiner wunderbarsten Werke.
Petra Samhaber-Eckhardt
Geboren in Linz, studierte Petra Samhaber-Eckhardt zunächst Violine am Mozarteum in Salzburg, wo sie aber sehr früh ihre Liebe zur Barockmusik und zur Barockvioline entdeckte. Nach ihrem Diplom in Salzburg setzte sie ihr Studium auf der Barockvioline bei Andrew Manze und Ingid Seifert am „Royal College of Music“ in London fort, wo sie das Postgraduate Studium mit Auszeichnung absolvierte.
Ferner folgten während ihres Londonaufenthaltes zwei erste Preise bei Wettbewerben ( UK Early Music), und sie wurde mit dem erfolgreichen Ensemble Puttanesca zum Finale des BBC Music Awards nach Manchester eingeladen.
Im Juni 2012 absolvierte sie ein Masterstudium bei Michi Gaigg in Linz mit Auszeichnung und bei Enrico Onofri 2017 in Italien.
Sie ist Leiterin des mittlerweile äußerst erfolgreichen Ensemble Castor, sowie gefragte Konzertmeisterin im In- und Ausland. 2016 wurde sie erstmals als Konzermeisterin zu den Innsbrucker Festwochen der alten Musik eingeladen und spielt u.a. auch beim „L´Orfeo Barockorchester“ und beim „Collegium Marianum“.
Zahlreiche Engagements führten sie bereits zu den bedeutensten Festivals in Europa und Südamerika.
Im Herbst 2013 erschien ihr erstes Buch „Die musikalisch-rhetorischen Figuren in J. S. Bachs Sonaten für Violine und obligates Cembalo BWV 1014-1019“.
Booklet für Johannes Schenk: Suonate Per Violino E Violone O Cimbalo Op. 7 - Vol. 1