Jim McNeely, Frankfurt Radio Symphony & Frankfurt Radio Bigband
Biographie Jim McNeely, Frankfurt Radio Symphony & Frankfurt Radio Bigband
Jim McNeely
ist einer der profiliertesten Orchesterleiter des zeitgenössischen Jazz. Ab der Saison 2011/12 war Jim McNeely Chefdirigent der hr-Bigband. Danach führte er seine Arbeit als Composer in Residence weiter. 2024 haben wir uns in tiefer Freundschaft voneinander verabschiedet, aber er bleibt unser Ehrendirigent!
Jazzlegenden wie Chet Baker, Stan Getz, Phil Woods und Joe Henderson. Parallel dazu spielte und schrieb er für das richtungsweisende Thad Jones/Mel Lewis Jazz Orchestra und das daraus hervorgegangene Vanguard Jazz Orchestra. McNeely leitet den BMI Jazz Composers Workshop und lehrt Komposition an der Manhattan School of Music. Als Komponist und Arrangeur hat er für Stars wie John Scofield oder Dave Liebman und für die renommiertesten Bigbands in den USA und Europa gearbeitet.
Mit der hr-Bigband hat Jim McNeely zahlreiche herausragende Projekte verwirklicht, unter anderem "Primal Colors" für die hr-Bigband und das hr-Sinfonieorchester, die Strawinsky-Hommage "Rituals" sowie Produktionen mit Branford Marsalis, dem Trio "The Bad Plus", John Scofield, Dave Holland, Rabih Abou-Khalil oder dem Schauspieler August Zirner. McNeely verwandelt seine künstlerischen Visionen souverän, humorvoll und intelligent in faszinierende Musik. Wir haben unsere gemeinsame Zeit sehr genossen und wünschen ihm nur das Beste für die Zukunft!
Die hr-Bigband
ist heute eine der weltweit besten Formationen ihrer Art. Ausgehend vom Spielideal des Jazz steht sie für eine große Bandbreite von Stilen und Genres.
Die hr-Bigband vereint siebzehn hervorragende Musiker, die nicht nur hohes Ansehen als Solisten genießen. Tägliche Proben- oder Konzerttätigkeit sowie höchste künstlerische Ansprüche formen aus ihnen ein Ensemble, das allen Herausforderungen souverän gerecht wird. Regelmäßig lotet die hr-Bigband die Möglichkeiten eines zeitgenössischen Jazzorchesters aus und überwindet stilistische Grenzen – etwa, wenn sie neue Projekte zusammen mit mongolischen oder nordafrikanischen Musikern entwickelt, mit Popstars oder mit renommierten Komponisten der Neuen Musik. Zugleich hält sie – jenseits jeder Musealität – die große Tradition des Bigband-Jazz lebendig mit Programmen von Jelly Roll Morton über Duke Ellington und Gil Evans bis Peter Herbolzheimer.
Die hr-Bigband lädt Größen der internationalen Jazzszene regelmäßig nach Hessen ein, um ihre Musik im Bigband-Format auf die Bühne zu bringen. Zu fast allen Projekten wird die Musik neu arrangiert oder komponiert. Dazu arbeitet die hr-Bigband mit einer Reihe hochkarätiger Arrangeure und Dirigenten zusammen – allen voran ab 2024 mit ihrem Composer in Residence Darcy James Argue.
hr-Sinfonieorchester
Das hr-Sinfonieorchester Frankfurt, 1929 als eines der ersten Rundfunk-Sinfonieorchester Deutschlands gegründet, blickt auf eine 95-jährige Geschichte zurück und meistert heute mit großem Erfolg die Herausforderungen eines modernen Spitzenorchesters.
Für seine hervorragenden Bläser, seine kraftvollen Streicher und seine dynamische Spielkultur berühmt, steht das Orchester des Hessischen Rundfunks mit seinem Chefdirigenten Alain Altinoglu für musikalische Exzellenz wie für ein interessantes und vielseitiges Repertoire.
Mit innovativen Konzertformaten, international erfolgreichen Digital-Angeboten und CD-Produktionen sowie der steten Präsenz in wichtigen Musikzentren Europas und Asiens unterstreicht das hr-Sinfonieorchester seine exponierte Position in der europäischen Orchesterlandschaft und genießt als Frankfurt Radio Symphony weltweit einen hervorragenden Ruf.
Bekannt geworden durch die Maßstäbe setzenden Ersteinspielungen der Urfassungen von Bruckners Sinfonien und die erste digitale Gesamtaufnahme aller Mahler-Sinfonien, begründete das hr-Sinfonieorchester eine Tradition in der Interpretation romantischer Literatur, die vom langjährigen Chefdirigenten und heutigen Ehrendirigenten Eliahu Inbal über seine Nachfolger Dmitrij Kitajenko und Hugh Wolff bis hin zur Ära des heutigen »Conductor Laureate« Paavo Järvi und zu Andrés Orozco-Estrada ausstrahlte, der das Orchester zuletzt sieben Jahre mit großem Erfolg als Chefdirigent leitete.
Entscheidende Akzente in seinem Engagement für die Tradition wie für die zeitgenössische Musik setzte das Orchester schon mit seinem ersten Chefdirigenten Hans Rosbaud unmittelbar nach der Gründung. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau unter Kurt Schröder, Winfried Zillig und Otto Matzerath entwickelte sich das hr-Sinfonieorchester Frankfurt in den 1960er bis 1980er Jahren unter Dean Dixon und Eliahu Inbal schließlich zu einem Orchester von internationalem Format mit Gastspielen in aller Welt und wichtigen, vielfach ausgezeichneten Schallplatten- und CD-Editionen.